Mongolei 2025

Und wieder ein langfristiger Plan, der durch Umstände, die man nicht zu vertreten hat, durcheinander gewürfelt wird. Zuerst war es Corona, dann kam der Ukraine-Krieg: Eigentlich wollten wir schon im letzten Jahr los…Bekannte in Georgien besuchen, dann über die Heerstraße weiter nach Russland, Kasachstan und Kirgistan und schließlich in die Mongolei. Ja, ein Satz mit x – war wohl nix! Ich weiß, es gibt immer noch eine Menge Leute, die fahren trotzdem irgendwie da durch, aber dazu sind wir doch zu alt. Auf dieses Risiko haben wir keine Lust mehr. Aber apropos Alter: Wie lange sind wir denn noch fit genug für so eine Tour? Wollen wir auf die Mongolei verzichten, nur weil ein blöder Putin einen Krieg angefangen hat und wir schließlich zu lange gewartet haben? Nein, geht gar nicht! Was haben wir denn in der Coronazeit schon mit dem Thema „Südliches Afrika“ angestellt? Richtig, wir haben einfach gemietet! Weshalb sollte denn das nicht auch in der Mongolei funktionieren? Also setzen wir uns zusammen und fantasieren frisch drauf los: Wenn es nur um die Mongolei geht, dann müssten sechs Wochen eigentlich reichen. Ähnlich wie fürs Südliche Afrika soll das erst einmal eine Erkundungstour werden, um später eventuell wieder hinzureisen und uns detaillierter umzuschauen. Also wäre eine Rundreise schön. Gruppe oder organisiert fällt wie immer für uns absolut aus, also wäre ein Camper schön, mit dem wir wie gewohnt auf eigene Faust auf Entdeckung gehen können. Nun folgt eine Internet-Recherche, die ein nicht ganz eindeutiges Bild hinterlässt: Es gibt eine Menge Vermieter, allerdings vermieten die entweder Fahrzeuge, bei denen es besser ist, wenn man zumindest über ausreichende technische Kenntnisse verfügt oder sie sind gleich so ehrlich und vermieten die Kisten nur in Zusammenhang mit einer geführten Tour. Weshalb „Kisten“? Nun – „richtige“ Mobile gibt es  quasi nicht, wer ein Auto mit Innenausstattung und „festem“ Dach sucht, landet irgendwann automatisch beim Buchanka. Der ist zwar ungemein geländegängig, aber irgendeine Form von Unterstützung ist bei diesem Wagentyp schon wünschenswert! Was bleibt? Schauen wir uns doch einmal bei den „großen, seriösen“ Vermietern um und dort finden wir einen Wagen, den wir schon in Afrika kennen und schätzen gelernt haben: Einen Toyota Hilux („Champ“, das ist die billige, asiatische Ausführung!) mit Camping Shell und aufgebautem Dachzelt. Da schauen sich „die Alten“ an – das haben wir doch schon zwei Jahre lang in den USA gemacht: Allrader, allerdings Mercedes ML, plus Dachzelt! Damit sind wir in Utahs Nationalparks und sogar bei Nachtfrost unterwegs gewesen, außerdem haben wir die Baja California in Mexico auf diese Weise bereist. Also entscheiden wir mutig: „Joo, dat künnt wi noch!“ Es gibt zwar noch einiges zu tüfteln, also angefangen damit, dass man im Alter ja nachts öfter mal raus muss, aber das wird sich wohl finden. Nachteil: Davon gibt es bei Avis nur einen einzigen Wagen!